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Ein Gefahrenverdacht ist dann anzunehmen, wenn die Polizei bei der Beurteilung einer Sachlage aus ex ante Sicht sich bewusst ist, dass sie sich dabei auf eine unvollständige oder vorläufige Erkenntnisbasis stützt, die für sich genommen noch keine gesicherte Gefahrenprognose erlaubt.


Der Gefahrenverdacht ist mithin dadurch charakterisiert, dass ein denkbarer Schaden zwar möglich, aber nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die zu beurteilende Situation kann demnach aus ex ante Sicht ebenso gut gefährlich wie ungefährlich sein. Die den Gefahrenverdacht begründende Ungewissheit kann in einer unklaren Diagnose des Sachverhalts oder bzw. und auf einer unsicheren Prognose über den weiteren Geschehensablauf beruhen.


In Abgrenzung zur Anscheins- und Scheingefahr, bei der eine objektiv nicht gegebene Gefahrenlage aufgrund einer fehlerhaften Einschätzung als gewiss prognostiziert wird, liegt das Wesen des Gefahrenverdachts in der erkannten Unklarheit, ob überhaupt eine Gefahr angenommen werden kann.


Beispiel 1: Auf dem Grundstück des A stoßen Bauarbeiter bei Erdarbeiten auf einen verrosteten Metallgegenstand. Da er nur zu einem kleineren Teil zu sehen ist, werden daraufhin die Arbeiten sofort eingestellt, da es sich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte. Hier besteht für die herbeigerufene Polizei Unklarheit, welche Eigenschaft der metallene Gegenstand hat; er könnte ebenso ungefährlich wie gefährlich sein. Es ist ungewiss, was passiert, wenn die Erdarbeiten fortgesetzt werden.
Beispiel 2: Bei einem Unfall eines Güterzuges treten giftige Flüssigkeiten aus und versickern im Erdreich. Für die Polizei ist zwar klar, dass eine Bodenverunreinigung gegeben ist, jedoch ist ihr unklar, in welcher Konzentration sie vorliegt und wie weit bzw. wie tief sie geht. Ungewissheit besteht auch hinsichtlich der Frage, ob eine Grundwassergefährdung anzunehmen ist.

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